Deutsch-Ostafrika: Ruanda und Burundi

Der 1. Weltkrieg in Afrika
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Ingwio
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Deutsch-Ostafrika: Ruanda und Burundi

Beitrag von Ingwio »

Deutsch-Ostafrika: Ruanda und Burundi

Der deutsche Oberkommandierende in Ostafrika, Paul von Lettow-Vorbeck, hielt diese beiden Gebiete im äußersten Nordwesten von Deutsch-Ostafrika für militärisch unhaltbar und zog bei Kriegsbeginn die Schutztruppenverbände von dort ab. Der deutsche Befehlshaber in Ruanda, Hauptmann Max Wintgens, sah die Lage anders und stellte aus der afrikanischen Polizei in Ruanda eine Truppe von 80 Mann auf, mit der er sogar zum Angriff auf Belgisch-Kongo ansetzte und die Insel Idjwi im Kivu-See besetzte. Mit belgischen Beutewaffen wurde ein weiterer Verband aus 100 Mann ausgerüstet. Afrikanische Hilfskrieger wurden rekrutiert und im Schnellverfahren zu Soldaten ausgebildet. Auch der König von Ruanda, Yuhi V. Musinga, zog die Uniform der deutschen Schutztruppe an und unterstützte die Verteidigung seiner Heimat gegen die Angriffe der Briten und Belgier. Er stellte auch Krieger unter das Kommando des deutschen Befehlshabers. Zusätzlich meldeten sich Afrikaner freiwillig für den Dienst als Soldaten unter deutschem Kommando. Mit diesem zusammengewürfelten Verband konnten lange Zeit Ruanda und Burundi gehalten werden. Im Mai 1916 musste denn gegen die belgisch-britische Übermacht Ruanda geräumt werden. Auf einen militärischen Widerstand in Burundi verzichtete daraufhin die deutsche Führung und im Juni 1916 wurde das Land von den Belgiern besetzt.

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